Alltagsethik

Video-Podcast mit Arnd Weil von Bridge of Hope – „Arm und trotzdem glücklich“

Was bewegt Menschen dazu „auszusteigen“, ihr ganzes bisheriges professionelles Leben aufzugeben und einen völlig neuen Weg zu gehen, obwohl sie noch „voll im Saft“ stehen was ihre professionelle Kariere angeht und noch weit weg sind vom Rentenalter?

Wir hatten Arnd Weil von Bridge of Hope dazu bereits im Herbst 2018 eingeladen im Rahmen eines PhiloBrunch von seinen Beweggründen „auszusteigen“ zu erzählen. Das PhiloBrunch stand damals unter dem Thema: „Das Leben war gut zu mir; es ist jetzt an der Zeit etwas zurückzugeben! Erfahrungsbericht eines Aussteigers.“ Seine von ihm mitgegründete Stiftung Bridge of Hope und seine Projekte in Tansania standen damals noch in den Kinderschuhen. Wir haben ihn und seine Stiftung weiterbegleitet und im Frühjahr 2019 dann ein Update zu seinen Projekten veröffentlicht. Wir wollten einfach sehen wie es weitergeht und natürlich auch die Neugier unserer Leser und PhiloBrunch Teilnehmer und natürlich auch unsere eigene Neugier befriedigen.

Wir sind über die Jahre weiter in Kontakt geblieben und haben dann während eines Gedankenaustauschs Ende 2020 gemeinsam festgestellt, dass Arnd durch seine Stiftungsarbeit vor Ort in Tansania so viel interessante Erfahrungen gemacht hat, sei es mit den Menschen im direkten Austausch vor Ort, sei es im Rahmen der Stiftungsarbeit, sei es in der Projektarbeit, sei es in der Entwicklungszusammenarbeit, dass wir ganz schnell zu der Überzeugung gelangt sind, dass wir einen weiteren Beitrag – ja – machen müssen. Das Format sollte aber dieses Mal nicht mehr (nur) ein Artikel sein, sondern wir wollten einen Video-Podcast machen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Man kann Arnd und seine Message so viel direkter wahrnehmen.

Bezüglich des Themas musste es etwas sein, dass der Ethica Rationalis DNA voll entspricht – die praktische Anwendung von Ethik. So wollten wir erfahren was Arnd und Bridge of Hope vor Ort in Tansania direkt machen, insbesondere im Bereich der Bildung. Aber wir wollten natürlich auch über seine persönlichen Erfahrungen im Austausch mit den Menschen vor Ort mehr wissen. Wie sehen andere Völker sich und die Welt? Wie gehen sie mit den täglichen Herausforderungen des Lebens um? Was können wir selbst hier im Westen von einer anderen Sichtweise auf die Dinge, oft geprägt durch andere Lebensumstände, lernen und dadurch auch unseren eigenen Horizont erweitern? Und so kamen wir schnell auf den Titel des Video-Podcasts: „Arm und trotzdem glücklich?!“. Ob der Titel als Frage (?) oder als Antwort (!), oder gar als beides (?!) gemeint ist, lassen wir jetzt den Zuschauer erkunden.

Folgende Themen erwarten Sie in dem Podcast:

00:24 – Warum hast du dich entschieden Bridge of Hope zu gründen?
03:23 – Was bedeutet angewandte Ethik für dich ganz persönlich?
03:58 – Warum ausgerechnet ‚Bridge of Hope‘? Warum hast du ‚Bridge of Hope‘ zu deinem Wirkmittelpunkt in deinem Leben gemacht?
05:38 – ‚Arm und trotzdem glücklich?!‘ Frage oder Feststellung?
07:09 – Hier in der westlichen Welt hängt unsere eigene Lebenszufriedenheit oft von äußeren Umständen ab. Welche Erfahrungen hast du mit den Menschen in Tansania gemacht?
08:52 – Welche Rolle spielt der Glaube?
11:53 – Was bedeutet ‚Arm und trotzdem glücklich‘ zu sein?
13:08 – Was für eine Rolle spielen technologische Innovationen im Bereich der Bildung bei der Entwicklungshilfe? Was macht Bridge of Hope in diesem Zusammenhang?
17:09 – Kannst du uns erläutern, wie du die Anwendung der Goldenen Regel in Tansania erlebt hast?
19:32 – Was können wir in Deutschland von den Menschen in Tansania lernen?

Das Ethica Rationalis Redaktionsteam wünscht viel Vergnügen mit dem Video-Podcast!

Der Video-Podcast kann auch mit Untertiteln angesehen werden, die in dem Video rechts unten bei den Einstellungen aktiviert werden können.